Monolog mit Gott

Lyrics
[Intro] Vater, heute möcht' ich vor dem Kreuz knien Und dir beichten, was so schwer auf meiner schwarzen Seele liegt Ich erwarte nich', dass du vergibst - lausche nur und schweig Diese Schuld wiegt unendlich, schenk mir nur deine Zeit [Part 1] Ich hab zugesehn', wie Lebewesen abgeschlachtet werden Hab genussvoll deren Fleisch gegessen, ohne Scham im Herzen Ich hab zugelassen, dass Nationen ausgebeutet werden Und hab profitiert von einer Plünderung nach ihrem Sterben Ich hab nie das Wort ergriffen bei den Lügen unsrer' Herrscher Stattdessen hab ich zugesehen, wie wir ihnen nichts wert warn' Und Nächstenliebe, Herr, gibt es nich' in meiner Straße Auch auf sie wird ganz gewiss das heiße Fegefeuer warten Ich trag' so viel Hass im Herzen, er is' schwer zu unterdrücken Die Gedanken in meim' Kopf wolln' oft Zertrümmern und Zerstückeln So oft bin ich mir bewusst, dass Dinge falsch sind die ich tat Und jetz' sitz ich hier im Beichtstuhl - sehne mich nach deim' Rat Lass die Weisheit Niederfahrn' und mich leiten auf meim' Wege Wo der Geruch von verbrannten Körpern in der Nase liegt Ich ging nie zum Gottesdienst, weil du mir nie Antwort gabst Als der Teufel Auschwitz plante, sag mir wo du warst [Hook] Ich bin ein Sünder - Schau mich an, meine Seele is' schwarz Ich bin Verdammt - die Hölle kommt ein Stück näher, jeden Tag Doch ich fürchte diese Strafe nich' und sei sie noch so hart Welcher Schmerz könnte schlimmer sein als all das, was ich sah? Ich bin ein Sünder - Schau mich an, meine Seele is' schwarz Ich bin Verdammt - die Hölle kommt ein Stück näher, jeden Tag Und so beiß ich in den Apfel, den mir die Schlange gab Mit gewissheit, dass ich alles, was dort kommen mag, ertrag' [Part 2] Was ist richtig, was ist falsch? Ich hab mich mit Schuld beladen Und verlangst du nun, dass ich das Kreuz auf meinen Schultern trage? Vater, sag mir, warum begehre ich so oft, was ich eigentlich nich' haben kann, doch immerwieder lockt? Warum hältst du mich zum Narren - belohnst nich' unsre' Güte? Ich seh' die mit vollen Taschen, die stehts Lügen und Betrügen Mit dem Geld, das ich verdiene, wenn ich tüchtig hart arbeite Finanzier' ich Kriege und schicke Waffen auf die Reise Ich muss herzhaft lachen, wenn ich dann die Geschöpfe seh' Die uns mit diesen Waffen drängen wolln' ein' Glauben anzunehm' Ich werd' nich' zögern zu erwähn', dass ich dich stehts infrage stellte Und in Liedern, die ich schrieb, dich gnadenlos durch Dreck zerrte Ich hab Drogen genomm' und oft Gesetze gebrochen Doch damit bin ich nur ein Spiegel dieser Welt - sie is' verdorben Selbst die Feste dir zu Ehren sind bedeutungslos geworden Denn hier glaubt man nur an Geld, es existiert kein Morgen [Bridge] Vater, sag mir, ob du da oben bist? Sag Vater, gefällt dir was aus uns geworden is'? Yeah, Vater, und wenn das hier schon längst das Ende is' Sag mir Vater, ob es der Himmel oder die Hölle is' Vater, sag mir, ob du da oben bist? Sag Vater, gefällt dir was aus uns geworden is'? Yeah, Vater, und wenn das hier schon längst das Ende is' Sag mir Vater, ob es der Himmel oder die Hölle is' [Hook] Ich bin ein Sünder - Schau mich an, meine Seele is' schwarz Ich bin Verdammt - die Hölle kommt ein Stück näher, jeden Tag Doch ich fürchte diese Strafe nich' und sei sie noch so hart Welcher Schmerz könnte schlimmer sein als all das, was ich sah? Ich bin ein Sünder - Schau mich an, meine Seele is' schwarz Ich bin Verdammt - die Hölle kommt ein Stück näher, jeden Tag Und so beiß ich in den Apfel, den mir die Schlange gab Mit gewissheit, dass ich alles, was dort kommen mag ertrag'
Rate this song
0/5.0 - 0 Ratings
Loading comments...
Credits
- Writers
- K-Fik