Von den sieben Zechbrüdern

Album cover art for "Von den sieben Zechbrüdern" by Richard Strauss

Richard Strauss - Pop

Von den sieben Zechbrüdern

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Lyrics

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Ich kenne sieben lust'ge Brüder Sie sind die durstigsten im Ort; Die schwuren höchlich, niemals wieder Zu nennen ein gewisses Wort In keinerlei Weise Nicht laut und nicht leise Es ist das gute Wörtlein Wasser Darin doch sonst kein Arges steckt Wie kommt's nun, daß die wilden Prasser Dies schlichte Wort so mächtig schreckt? Merkt auf! Ich berichte Diе Wundergeschichte Einst hörtеn jene dürst'gen Sieben Von einem fremden Zechkumpan Es sei am Waldgebirge drüben Ein neues Wirthshaus aufgethan Da fließen so reine So würzige Weine Um einer guten Predigt willen Hätt' keiner sich vom Platz bewegt; Doch gilt es, Gläser gut zu füllen Sind die Bursche gleich erregt « Auf, lasset uns wandern! » Ruft einer dem andern Sie wandern rüstig mit dem Frühen Bald steigt die Sonne drückend heiß Die Zunge lechzt, die Lippen glühen Und von der Stirne rinnt der Schweiß Da rieselt so helle Vom Felsen die Quelle Wie trinken sie in vollen Zügen! Doch als sie kaum den Durst gestillt Bezeugen sie ihr Mißvergnügen Daß hier nicht Wein, nur Wasser quillt: « O fades Getränke! O ärmliche Schwenke! » In seine vielverwobnen Gänge Nimmt jetzt der Wald die Pilger auf; Da stehn sie plötzlich im Gedränge Verworrnes Dickicht hemmt den Lauf Sie irren, sie suchen Sie zanken und fluchen Derweil hat sich in finstre Wetter Die schwüle Sonne tief verhüllt; Schon rauscht der Regen durch die Blätter Es zuckt der Blitz, der Donner brüllt; Dann kommt es geflossen Unendlich ergossen Bald wird der Forst zu tausend Inseln Zahllose Ströme brechen hervor; Hier hilft kein Toben, hier hilft kein Winseln Er muß hindurch, der ed'le Chor O gründliche Taufe! O köstliche Traufe! Vor Alters wurden Menschenkinder Verwandelt oft in Quell und Fluß; Auch unsre sieben armen Sünder Bedroht ein gleicher Götterschluß Sie triefen, sie schwellen Als würden sie Quellen So, mehr geschwommen als gegangen Gelangen sie zum Wald hinaus; Doch keine Schenke sehn sie prangen Sie sind auf gradem Weg nach Haus; Schon rieselt so helle Vom Felsen die Quelle Da ist's, als ob sie rauschend spreche: « Willkommen, saubre Brüderschaar! Ihr habt geschmähet, thöricht Freche Mein Wasser, das euch labend war Nun seid ihr getränket Daß ihr daran denket!» So kam es, daß die sieben Brüder Das Wasser fürchteten hinfort Und daß sie schwuren, niemals wieder Zu nennen das verwünschte Wort In keinerlei Weise Nicht laut und nicht leise

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Credits

Writers
  • Richard Strauss
  • Ludwig Uhland