Der Vater und das Kind

Album cover art for "Der Vater und das Kind" by Reinhard Mey

Reinhard Mey - Pop, Deutschland

Der Vater und das Kind

2 Plays

Duration: 2:38

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Lyrics

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[Songtext zu "Der Vater und das Kind"] [Strophe 1] So eine von den großen Mehrzweckhallen Noch zehn Minuten und die Vorstellung beginnt Beim Eingang sind sie mir schon aufgefallen Die zwei außen am Gang, der Vater mit dem Rollstuhlkind Sie sind für einen Festtag angezogen Gebügelt und gestriegelt und gekämmt Cordsamtjackett wie aus dem Bilderbogen Um mich zu hör'n, zerzaust in Hose und in Hemd Im Dämmerlicht die Umrisse der beiden Es ist als sagte er: "Schaut her, ihr sollt es alle seh'n" Es mag gezeichnet sein von so viel Leiden Doch seine Seele, die ist unversehrt und wunderschön [Refrain] Es ist ein eigenartiger, schöner Trost, den dieses Bild mir gibt Dass man das schwächste seiner Kinder, das zerbrechlichste Immer ein bisschen inniger, ein bisschen zärtlicher liebt [Strophe 2] Er hält das Kind im Arm während der Lieder Nur im Applaus, da rühren sich die zwei manchmal Mein Blick kehrt unwillkürlich immer wieder Zurück zu ihren Schatten in dem dunklen Saal Er hält das Kind den ganzen Abend über Aus diesem Bild spricht so viel Zärtlichkeit Es trägt so viel Wärme zu mir herüber Wie tausend Feuerzeuge in der Dunkelheit Er hat es fast drei Stunden so gehalten Das Saallicht flackert auf, zerreißt den Scherenschnitt Macht freundliche Gesichter aus dunklen Gestalten Und ihre Lippen sprechen lautlos meine Zeilen mit [Refrain] Es ist ein eigenartiger, schöner Trost, den dieses Bild mir gibt Dass man das schwächste seiner Kinder, das zerbrechlichste Immer ein bisschen inniger, ein bisschen zärtlicher liebt [Strophe 3] Weißt du, manchmal wenn Selbstzweifel mich quälen Wo in dem Singen und dem Schreiben ein Sinn liegen mag Dann sind es Augenblicke wie dieser, die zählen Mit diesem Bild vor deinen Augen gibt es keinen dunklen Tag

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Writers
  • Reinhard Mey