Sehnsucht, D. 879

Lyrics
Die Scheibe friert, der Wind ist rauh Der nächt'ge Himmel rein und blau: Ich sitz' in meinem Kämmerlein Und schau in's reine Blau hinein! Mir fehlt etwas, das fühl' ich gut Mir fehlt mein Lieb, das treue Blut: Und will ich in die Sterne sehn Muß stets das Aug mir übergehn! Mein Lieb, wo weilst du nur so fern Mein schöner Stern, mein Augenstern?! Du weißt, dich lieb' und brauch' ich ja, - Die Thräne tritt mir wieder nah Da quält' ich mich so manchen Tag Weil mir kein Lied gelingen mag, - Weil's nimmer sich erzwingen läßt Und frei hinsäuselt, wie der West! Wie mild mich's wieder grad durchglüht! - Sieh nur - das ist ja schon ein Lied! Wenn mich mein Loos vom Liebchen warf Dann fühl' ich, daß ich singen darf
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Credits
- Writers
- Franz Schubert
- Johann Gabriel Seidl