Lied des gefangenen Jägers, D. 843

Lyrics
Mein Roß so müd in dem Stalle sich steht Mein Falk ist der Kapp' und der Stange so leid Mein müßiges Windspiel sein Futter verschmäht Und mich kränkt des Thurmes Einsamkeit Ach wär' ich nur, wo ich zuvor bin gewesen Die Hirschjagd wäre so recht mein Wesen Den Bluthund los, gespannt den Bogen: Ja solchem Leben bin ich gewogen Ich hasse der Thurmuhr schläfrigen Klang Ich mag nicht sehn, wie die Zеit verstreicht Wenn Zoll um Zoll diе Mauer entlang Der Sonnenstrahl so langsam schleicht Sonst pflegte die Lerche den Morgen zu bringen Die dunkle Dohle zur Ruh mich zu singen; In dieses Schlosses Königshallen Da kann kein Ort mir je gefallen Früh, wenn der Lerche Lied erschallt Sonn' ich mich nicht in Ellens Blick Nicht folg' ich dem flüchtigen Hirsch durch den Wald Und kehre, wenn Abend thaut, zurück; Nicht schallt mir ihr frohes Willkommen entgegen Nicht kann ich das Wild ihr zu Füßen mehr legen Nicht mehr wird der Abend uns selig entschweben: Dahin, dahin ist Lieben und Leben! -
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Credits
- Writers
- Adam Storck
- Sir Walter Scott
- Franz Schubert