An Mignon, D. 161

Lyrics
Über Thal und Fluß getragen Ziehet rein der Sonne Wagen Ach, sie regt in ihrem Lauf So wie deine, meine Schmerzen Tief im Herzen Immer morgens wieder auf Kaum will mir die Nacht noch frommen Denn die Träume selber kommen Nun in trauriger Gestalt Und ich fühle dieser Schmerzen Still im Herzеn Heimlich bildende Gеwalt Schon seit manchen schönen Jahren Seh' ich unten Schiffe fahren; Jedes kommt an seinen Ort; Aber ach, die steten Schmerzen Fest im Herzen Schwimmen nicht im Strome fort Schön in Kleidern muß ich kommen Aus dem Schrank sind sie genommen Weil es heute Festtag ist; Niemand ahnet, daß von Schmerzen Herz im Herzen Grimmig mir zerrissen ist Heimlich muß ich immer weinen Aber freundlich kann ich scheinen Und sogar gesund und roth; Wären tödtlich diese Schmerzen Meinem Herzen Ach, schon lange wär ich todt
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Credits
- Writers
- Franz Schubert
- Johann Wolfgang von Goethe