Italien

Lyrics
Schöner und schöner Schmückt sich der Plan Schmeichelnde Lüfte Wehen mich an; Fort aus der Prosa Lasten und Müh' Zieht ich zum Lande Der Poesie Goldner die Sonne Blauer die Luft Grüner die Grüne Würz'ger der Duft! Dort an dem Maishalm Schwellend von Saft Sträubt sich der Aloe Störrische Kraft! Ölbaum, Cypresse Blond du, du braun Nickt ihr wie zierliche Grüßende Fraun? Was glänzt im Laube Funkelnd wie Gold? Ha, Pomeranze Birgst du dich hold? Trotz'ger Poseidon! Wärest du dieß Der unten scherzt und Murmelt so süß? Und dieß, halb Wiese halb Äther zu schaun Es wär' des Meeres Furchtbares Graun? Hier will ich wohnen! Göttliche du Bringst du, Parthenope Wogen zur Ruh? Nun dann versuch' es Eden der Lust Ebne die Wogen Auch dieser Brust! Grüner und grüner Matten und Feld! Froher das Leben, schöner die Welt! Fort aus der Sorge düsterem Thal Hin in des Frühlings sonnigen Saal! Bunter die Blumen, süßer der Duft Heitrer der Himmel, frischer die Luft! Sieh, wie die Gemse hüpft und das Reh! Schau, wie der Bach hinrauscht in den See! Zu der Lawine dumpfem Getön Hallen Schalmeien lieblich und schön Hüllet der Nebel die Täler hier ein Oben ist Freud', ist wonniger Schein Drüben und droben wär' ich so gern! Thäler und Berge, wie seid ihr so fern! Ach und wie fern ist Frieden und Ruh'! Ach und wie ferne, Liebe, bist du! Träumend nur seh' ich Rosen noch blühn Träumend der Alpen Zinken nur glühn Thäler und Berge, wie seid ihr so fern! Drüben und droben, ja droben wär' ich so gern!
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Credits
- Writers
- Fanny Mendelssohn
- Franz Grillparzer
- August Heinrich Hoffmann von Fallersleben