Die Gedanken der Anderen

Album cover art for "Die Gedanken der Anderen" by Einsigartig

Einsigartig - Rap, Deutschrap

Die Gedanken der Anderen

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Lyrics

[Intro/Sample] "Wieso kannst du niemals sagen, was du denkst?" "Warum kannst du nicht aufhören zu sagen, was du denkst? Wenn mir danach ist zu sprechen, dann werde ich meinen Mund aufmachen und sprechen. Immer drängen mich alle und wollen, dass ich mehr spreche. Wieso?" [Part 1] Yo, es ist sehr schwer, sich frei unter Menschen zu bewegen Weil sie alles verurteilen, was sie glauben zu kenn'n Wie extrem sie deine Klamotten studier'n, die Worte kopier'n Selbst als Einsigartig woll'n sie dir Ratschläge geben Ich bin so ein variables Wesen Wie glaubst du, ich wär' berechenbar? Deine Vorurteile stecken in mir wie Enterhaken Du kennst mein'n Namen, aber ich bleib' ein ungelöstes Rätsel Du bist gestört von meinen Fehlern, ich völlig konzentriert auf das Gute in ihn'n Genug kritisiert Wenn du zwischen Ebbe und Flut Unterschiede zelebrierst, hab' ich die Einheit erkannt Bei all den Menschen ist es bei keinem anders Wir alle wollen wir selbst sein Aber schon ein lockerer Geldschein stört das Gleichgewicht Diese Gesellschaft kehrt den eigenen Mist unter fremde Teppiche Und fragt sich dann, warum alles immer schlechter wird [Bridge 1] Yeah Immer sind's die anderen, immer gefällt uns das nicht, was andere machen Keiner lernt, sich selbst im andern zu seh'n [Part 2] Wie sie dich auseinander nehm'n, warst du schon ein Kratzer im Mercedes? Bei all den Blicken, die sich in deine Seele bohr'n, als wärst du Elend Vielleicht habt ihr wenig Leid geteilt Und seht nicht die Eigenheit, die uns im Schmerz verbindet Das Kaiserreich der Wertvermittlung sitzt auf einem Thron und herrscht als Richter Ist ja nix Neues, dass man reduziert wird auf sichtbaren Erfolg Und tä­to­wie­rt es, als würden Reize nicht gleichzeitig ein Bein stell'n Dieses Leistungsdenken hat sich so festgesetzt Dass jedes gesellschaftliche Ziel zur Fessel wird Ich hab' mich restauriert und seh' beschissener aus als jemals zuvor Aber meiner Seele geht es gut Ich lern', mich wieder selbst zu lieben Und schwelg' friedlich durch bombastisches Chaos Ich reiß' dir die Maske von der Nase runter Für dich wird's nix mehr zu fischen geben Anscheinend ist Selbstfindung wirklich nur Disziplin [Bridge 2] Aha Und zwar in der Hingabe an universelle Dinge Alles andre nährt nur die Ich-Illusion, he [Part 3] Und so lang bleibt jeder Tag 'ne Prüfung an sich Es is' keine Seltenheit, dass ich anstatt zu frühstücken spitt' Ich füge mich den Gegebenheiten und mein Überlebenstraining bewehrt sich Ich bin das Sternenkind, das von der Erde is' Sterbehilfe und Lebensspender, mein Sound ist so durchsichtig wie Tesafilme Aber verbindet mehr Wesen miteinander als Tierheime Was sich in meiner Stirn einnistet, macht so manchen Piepmatz neidisch Aber wenn ich mein Gefieder spreize, wachs' ich auf achtfache Größe Ich hab' ein'n Passport zur Seele, ich brauch' kein'n Ausweis Ein verstauchtes Bein is' schon lang mein Wegbegleiter Weil ich mir selbst so oft in den Arsch trete Dass ich heimlich eigentlich nur noch am Weinen bin Die Zeit gerinnt und ich steiger' mich wieder zu tief ins Ungefähre Plums' ins Leere und verwisch' den Wunsch der Stärke, auch Schwäche zu zeigen Die Fessel im Geiste hab' ich der Welt nur abgenomm'n Weil mir Menschen weismachten, ich sei nich' absolut Ich hab' gelitten unter eurer Perfektion Und ihr hattet nix Besseres zu tun, als meine Fehler durch den Dreck zu zieh'n Als wär' ich nicht erst komplett durch sie Ich hab' so oft gefühlt, wie ihr zu mir Grenzen zieht Dass ich heute fast nicht in der Lage bin, ein'n Mensch zu lieben Ihr habt nur Gänsefüßchen um euer Ich gesetzt Aber ich werd' Licht, wenn ihr Schatten seht Denn ich hab' gelernt, dass Worte ziemlich oberflächlich sind Aber wenn der Satz auf bestimmte Weise angeordnet is', verschmilzt sein Worttext zu Sinn Der Schatz liegt nicht im Satz sondern dazwischen [Outro] Hehe, yeah, guck nach Und jetzt fühl mich hier drauf

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